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Archiv für die Kategorie ‘Linux’

Ububtu 9.10 (Karmic Koala)

5. November 2009 GambaJo Keine Kommentare

Ich nutze privat schon seit längerem Linux. Ich habe mittlerweile einige Distributionen ausprobiert, und bin lange bei Debian geblieben. Ein Ubuntu-Freund war ich nie, irgendetwas hat mich immer gestört.

Nun habe ich Mal wieder aus Neugier die aktuelle Version von Ubuntu (9.10) ausprobiert, und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht.
Bei einer 16-MBit-Leitung dauerte der Download ca. 15 Minuten (es ist nur ein CD-Image).
Die Installation dauerte keine 30 Minuten, danach hat man ein komplettes Betriebssystem mit allen für den Anfang nötigen Tools (Office, Browser, Bildbearbeitung, kleine Spiele, Mail-Client, usw.). Die Netzwerkkarte wurde automatisch erkannt und eingerichtet, so dass ich sofort Zugang zum Internet hatte. Die Onboard-Soundkarte meines nVidia-Bords wurde auch direkt erkannt und eingerichtet.
Der nVidia-Treiber wurde im Nachhinein nach Nachfrage automatisch installiert, genau so der Treiber für meinen DVB-T-USB-Stick.

Ein kompletter Kaltstart dauert direkt nach der Installation auf dem alten Rechner meiner Freundin 20 Sekunden (ich hab’s gestoppt). Nach deaktivieren einiger unnötiger Dienste (Bluetooth, Sane, usw.) geht’s sogar noch einen Tick schneller.

Die Desktopumgebung ist Gnome, dass ich such schon unter Debian genutzt hab. Trotzdem wirk hier ehr alles, wie aus einem Guss. Der Software-Packet-Manager wirkt strukturiert und übersichtlich. Man kann sich mit wenigen Klicks sein Wunsch-System einrichten, alles Unnötige entfernen. Und das, was bleibt, wird vom Paket-Manager automatisch aktuell gehalten.
Compiz wird standardmäßig mit installiert, so dass es einige Desktop-Effekte von Anfang an gibt. An sich stehe ich nicht aus solche Spielereien, aber hier sind sie so dezent, dass es nicht stört. Das kann man sich aber natürlich auch anders konfigurieren.

Natürlich ist es auch schön ressourcenschonend, es wird gerade Mal ca. 350 MB RAM genutzt. Dadurch läuft es schön flott.

Bisher bin ich wirklich beeindruckt. Mal schauen, ob der erste Eindruck nicht täuscht.

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Firefox 3.0.3 für einen AMD X2 64Bit Prozessor kompilieren

4. Oktober 2008 GambaJo Keine Kommentare

Mozilla hat die Version 3.0.3 von Firefox veröffentlicht, die ich natürlich versucht hab zu kompilieren. Merkwürdigerweise hat das nicht genau so, wie mit Firefox 3.0 oder Firefox 3.0.1 funktioniert.
Es hat mich Tage und Stunden gekostet, bis ich endlich die richtige Kombination herausgefunden habe.

Zunächst muss man den Quellcode vom FTP-Server herunterladen und entpacken. Für 64Bit-Linux-Systeme muss man dann noch einige Quellcode-Dateien manuell anpassen. Wie das geht, steht hier.
Anschließend muss man die Datei .mozconfig im entpackten mozzila-Ordner folgendermaßen füllen:

. $topsrcdir/browser/config/mozconfig

mk_add_options MOZ_CO_PROJECT=browser
mk_add_options MOZ_OBJDIR=@TOPSRCDIR@/obj-@CONFIG_GUESS@
ac_add_options --enable-application=browser
ac_add_options --prefix=/usr/
ac_add_options --enable-optimize="-march=k8 -O2 -pipe -m3dnow -msse3 -mmmx -mtune=k8 -freorder-blocks -ftracer -fno-reorder-functions -fno-strict-aliasing -fomit-frame-pointer"
ac_add_options --without-system-nspr
ac_add_options --without-system-nss
ac_add_options --without-system-jpeg
ac_add_options --without-system-zlib
ac_add_options --without-system-png
ac_add_options --with-pthreads
ac_add_options --enable-libxul
ac_add_options --disable-tests
ac_add_options --disable-debug
ac_add_options --disable-installer
ac_add_options --enable-xinerama
ac_add_options --enable-default-toolkit=cairo-gtk2
ac_add_options --disable-xprint
ac_add_options --disable-strip
ac_add_options --disable-pango
ac_add_options --enable-system-cairo
ac_add_options --enable-svg
ac_add_options --enable-canvas
ac_add_options --enable-xft
ac_add_options --disable-ipv6
ac_add_options --disable-updater
ac_add_options --enable-64bit
ac_add_options --with-java-include-path=/usr/lib/jvm/java-6-sun/include/
ac_add_options --disable-composer
ac_add_options --disable-ldap
ac_add_options --disable-mailnews
ac_add_options --disable-pedantic
ac_add_options --disable-freetype2
ac_add_options --enable-update-packaging
ac_add_options --enable-svg-renderer=cairo
ac_add_options --disable-mochitest
ac_cv_visibility_pragma=no

Den Pfad für Java muss man natürlich auf seinen Pfad anpassen.

Nun folgen de Befehle “./configure”, “make” und “make install” und schon hat man den aktuellen Firefox für seinen AMD-64Bit-Prozessor optimiert kompiliert. Aber Achtung, diese Optionen funktionieren nur unter einem 64Bit-Betriebssystem.

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Mein neuer Desktop [XFCE]

26. August 2008 GambaJo 3 Kommentare

Wie der eine oder andere vielleicht weiß, nutze ich privat schon seit einiger Zeit Linux als Betriebssystem, Debian testing 64Bit um genau zu sein.
Linux bietet die Möglichkeit nicht nur seine Desktop-Themes zu ändern, sondern den gesamten Desktop. Es gibt so einige GUIs für Linux, von schön bunt bis hin zu sehr minimalistisch. Die zwei bekanntesten sind mit Sicherheit KDE und GNOME. Bisher habe ich auch immer GNOME genutzt.

Ich bin aber offen für Neues und probiere immer wieder Alternativen aus. Dadurch bin ich zu Xfce gekommen, welches auch das GTK (GIMP-Toolkit) nutzt. Der Vorteil zu GNOME ist aber, dass Xfce deutlich schlanker und ressourcenschonender ist.

Die meisten Desktops, die wirklich schön und wie aus einem Guss aussehen, sind in der Realität nicht wirklich praktisch bis hin zu unbenutzbar. Meine Priorität bei einem Desktop ist eindeutig die Funktionalität und dazu gehört auch eine gute Performance. Das schicke Design ist dann eher Bonus, aber nicht unbedingt notwendig.
Xfce ist eine gelungene Kombination aus Funktionalität und Design.

So, und nun hier mein aktueller Xfce-Desktop:

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Firefox für ein 64Bit-Linux und AMD64-Prozessor kompilieren

23. Juli 2008 GambaJo Keine Kommentare

Wie viele andere User auch, nutze ich den Firefox als Browser. Früher habe ich swiftfox genutzt. Swiftfox ist eigentlich Firefox, dass aber mit speziellen Parametern kompiliert (in Maschinencode übersetzt) wurde, so dass es für eine bestimmte CPU-Architektur optimiert ist.
Swiftfox gibt es aber leider nicht als 64Bit-Variante, und ich wollte auch nicht so lange warten, bis die aktuelle Firefox-Version auch als swiftfox vorliegt. Daher habe ich angefangen meinen Firefox selbst zu kompilieren.
Man braucht dafür den Quellcode von Firefox, den C++ Compiler gcc aber der Version 3.3 und make.

Der Quellcode liegt gepackt vor, muss also erst mal entpackt werden.
Danach führe ich das configure-Script mit diversen Parametern aus:

./configure --prefix=/usr/ --enable-application=browser --enable-optimize --disable-debug --enable-libxul --disable-shared --disable-tests '--enable-optimize=-O3 -march=athlon64 -freorder-blocks -fno-reorder-functions -msse2 -mmmx -m3dnow -mfpmath=sse -D_FORTIFY_SOURCE=2' --with-pthreads --enable-application=browser --enable-default-toolkit=cairo-gtk2 --with-distribution-id=st-fox --disable-freetype2 --enable-single-profile --enable-extensions=default,xforms,schema-validation --disable-installer --disable-profilesharing --enable-xft --enable-crypto --enable-svg --enable-canvas --enable-update-packaging --enable-xinerama --with-java-include-path=/usr/lib/jvm/java-6-sun/

Sofern keine Fehler gemeldet wurden, kann ich das Programm nun kompilieren:

make && make install

Startet man nun Firefox, fällt direkt auf, dass das Firefox-Icon in der Titelleiste und in der Taskleiste anders aussieht.

icon

icon

Ein kurzer Blick unter Hilfe->Über verrät uns, dass man nicht Firefox, sondern Minefield gestartet hat. Das erklärt auch das Icon.

minefield

minefield

Minefiled ist Firefox, wird nur so genannt, weil man sich eigentlich in der Entwicklerversion befindet (Minenfeld). Das lässt sich sicher auch in Firefox und das richtige Icon ändern, aber mich stört es nicht.

Beim Kompilieren der Version 3.0.1 hatte ich dann plötzlich ein merkwürdiges Problem. Sowohl das configure-Script, wie auch das Kompilieren und Installieren verliefen ohne Probleme. Wollte ich dann Firefox starten, bekam ich folgende Meldung:

*** buffer overflow detected ***: /usr/lib/firefox-3.0.1/firefox-bin terminated
======= Backtrace: =========
/lib/libc.so.6(__fortify_fail+0x37)[0x7f71eb343787]
/lib/libc.so.6[0x7f71eb341e70]
/lib/libc.so.6[0x7f71eb3424cb]
/usr/lib/firefox-3.0.1/libxul.so(XRE_GetBinaryPath+0x4c)[0x7f71eec2ba5c]
/usr/lib/firefox-3.0.1/firefox-bin[0x400e2f]
/lib/libc.so.6(__libc_start_main+0xf4)[0x7f71eb2891c4]
/usr/lib/firefox-3.0.1/firefox-bin[0x400c69]

Im Netz direkt war so nichts Vernünftiges zu dem Thema zu finden, also stöberte ich etwas im Bugzilla rum. Anscheinend gibt es ein Problem bei einer bestimmten Konstellation. Wenn man ein 64Bit-Linux einsetzt und den gcc 4.3 Compiler nutzt, gibt es ein Problem mit einer Variable für einen Pfad, die im Quellcode festgelegt ist.
Im Bugzilla habe ich dann eine Lösung gefunden. Man muss einige Dateien des Quellcodes editieren, und dann das Programm noch mal kompilieren. Danach läuft es wie gewohnt.

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